
FCI
Einsender: Matthias
FCI
Die Fédération Cynologique Internationale
kurz FCI, ist mit Abstand der größte kynologische Weltdachverband. Ihr Sitz ist Brüssel (Belgien).
Allgemein:Ursprünglich gegründet am 22. Mai 1911 in Paris (Gründungsmitglieder waren Verbände aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich) und 1921 nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wiederbelebt, umfasst sie derzeit 80 Mitglieds- und Partnerländer. Die Aufgabe der FCI liegt in der einheitlichen Beschreibung der Hunderassen und darin, Zuchtrichtlinien international festzulegen.
Die FCI veröffentlicht die Rassebeschreibungen in ihren offiziellen Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch.
Aufgaben:Auf nationaler Ebene delegiert die FCI die Aufzeichnung der Zuchtbücher und die Erstellung der Zuchtrichtlinien an die angeschlossenen Vereine. Die Zuchtbücher für die jeweiligen Rassen werden von einem oder zwei angeschlossenen Ländern (Patronat) geführt. So führt zum Beispiel Deutschland für den Deutschen Schäferhund das Zuchtbuch. Belgien und Frankreich sind z.B. für den Bichon Frisé gemeinsam verantwortlich. Bei Herkunftsländern, die nicht der FCI angeschlossen sind, wird das Zuchtbuch stellvertretend entweder von einem anderen Land oder der FCI selbst geführt. Beispielsweise ist für den Tibet-Spaniel und die meisten anderen Rassen dieser Region Großbritannien stellvertretend verantwortlich. Die FCI unterscheidet zwischen Herkunft und Patronat, also dem Land, das das Zuchtbuch führt.
Wichtige andere kynologische Verbände z.B. aus USA, Kanada, England sind nicht in der FCI vertreten. Es gibt jedoch Vereinbarungen zwischen diesen Kennel Clubs und der FCI, die eine gegenseitige Anerkennung ermöglichen, sofern eine Rasse in dem jeweiligen Kennel Club auch vertreten ist.
Rassen Einteilung:Um das Wiederfinden zu erleichtern und die Rassezugehörigkeit zu strukturieren, werden alle Rassen in 10 Gruppen und diese weiter in Sektionen unterteilt:
Gruppen:
• 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
- Sektion 1: Schäferhunde
- Sektion 2: Treibhunde
• 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
- Sektion 1: Pinscher und Schnauzer
- Sektion 2: Mollossoide
- Sektion 3: Schweizer Sennenhunde
- Sektion 4: Andere Rassen
• 3: Terrier
- Sektion 1: Hochläufige Terrier
- Sektion 2: Niederläufige Terrier
- Sektion 3: Bullartige Terrier
- Sektion 4: Zwerg-Terrier
• 4: Dachshunde
- Sektion 1: Dachshund
• 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
- Sektion 1: Nordische Schlittenhunde
- Sektion 2: Nordische Jagdhunde
- Sektion 3: Nordische Wach-und Hütehunde
- Sektion 4: Europäische Spitze
- Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen
- Sektion 6: Urtyp
- Sektion 7: Urtyp – Hunde zur jagdlichen Verwendung
- Sektion 8: Jagdhunde vom Urtyp mit einem Ridge auf dem Rücken
• 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
- Sektion 1: Laufhunde
- Sektion 2: Schweißhunde
- Sektion 3: Verwandte Rassen
• 7: Vorstehhunde
- Sektion 1: Kontinentale Vorstehhunde
- Sektion 2: Britische und Irische Vorstehhunde
• 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
- Sektion 1: Apportierhunde
- Sektion 2: Stöberhunde
- Sektion 3: Wasserhunde
• 9: Gesellschafts- und Begleithunde
- Sektion 1: Bichons und verwandte Rassen
- Sektion 2: Pudel
- Sektion 3: Kleine belgische Hunderassen
- Sektion 4: Haarlose Hunde
- Sektion 5: Tibetanische Hunderassen
- Sektion 6: Chihuahueño
- Sektion 7: Englische Gesellschaftsspaniel
- Sektion 8: Japanische Spaniel und Pekinesen
- Sektion 9: Kontinentaler Zwergspaniel
- Sektion 10: Kromfohrländer
- Sektion 11: Kleine doggenartige Hunde
• 10: Windhunde
- Sektion 1: Langhaarige oder befederte Windhunde
- Sektion 2: Rauhaarige Windhunde
- Sektion 3: Kurzhaarige Windhunde
Eingeschickt am: Fri, 06-Aug-2010, 18:17